
NBBL: Bahnreise nach Berlin bringt Münsteraner wieder auf die Spur
19. Januar 2026(lh) Münsters U16 konnte die starke Relegationsrunde fortsetzen und auch im Heimspiel Sonntag gegen Bernau das nächste Statement setzen: ein unglaubliches 2. Viertel und eine ungewöhnlich starke Dreierquote stellten die Weichen früh auf Sieg und sorgten davor, dass 2 schwächere Phasen unbestraft blieben.
Nachdem die Berliner Gäste erst einige Minuten vor Anwurf in der Ballsporthalle ankamen und für sie nicht viel Zeit zum Warmup blieb, hätte man eigentlich vermuten können, dass sie etwas holprig ins Spiel starten, doch das Gegenteil war der Fall: mit einem 0:7-Start fand Münster auf beiden Seiten des Feldes überhaupt nicht statt und musste nach 1 1/2 Minuten in die 1. Auszeit. Auch wenn es im Anschluss etwas besser wurde, verloren sie das Viertel mit 14:21.
Doch es dauerte nicht lange, bis das Spiel komplett kippte: in einem phänomenalen 2. Viertel erzielte der UBC 41 Punkte und ließ nur 15 zu. Der Dreier fiel, im Gegensatz zu den meisten anderen Spielen diese Saison, unglaublich gut: 6 der 12 Erzielten verwandelten sie in diesem Spielabschnitt und zur Halbzeit stand die Dreierquote bei 8/14. Doch auch in Korbnähe konnte Münster fast nach Belieben scoren, angeführt von Piet Schwering, der 15 Punkte im 2. Viertel erzielte und am Ende mit einem 27-Punkte-Triple-Double bei 10/12 aus dem Feld (er traf jeden 2er-Versuch) alle anderen in den Schatten stellte.
Insgesamt war es offensiv aber eine starke Teamleistung und damit ein ordentlicher Kontrast zu Bernau: 26 zu 11 Assists standen am Ende zu Buche. Bei Münster nahm keiner mehr als 12 Feldwürfe, während der Bernauer Topscorer Levi Mosch gleich 26 davon hatte.
Nichtsdestotrotz kam Bernau stark aus der Pause und konnte auf 64:53 verkürzen. Dabei profitierten sie auch von einigen unnötigen Münsteraner Turnovern, bei denen sie in mehrere Verteidiger liefen anstatt den Ball zu bewegen. Doch schnell konnte der UBC vor allem in der Defense wieder eine Schippe drauflegen und Bernau probierte dagegen zu viel mit Einzelaktionen über ihre beiden Topspieler zu antworten. Bei schwierigen Abschlüssen gegen meist mehrere Verteidiger hatten sie dabei nicht sehr viel Wurfglück.
Somit wurde das Spiel auch nicht nochmal knapp und am Ende stand ein souveräner 91:71-Heimsieg auf der Anzeigetafel.
“Wir hatten kein Spiel bisher in dem wir so schlecht gestartet sind: wir haben uns von deren Physis und Tempo (was eigentlich unser Game sein sollte) outmatchen lassen, haben uns davon aber auch wieder erholt. Im 2. Viertel ist dann komplett der Damm gebrochen wir haben super gut von außen getroffen, wir sind aggressiv zum Korb gegangen und haben die sehr gut verteidigt. Bernau hat auch viele Dinger daneben gelegt, das war aber auch weil wir gut Druck gemacht haben und dadurch zu einfachen Punkten kamen. Wir sind immer wieder an die Linie gekommen. 2. Halbzeit war durchwachsen es war viel Run&Gun und wir haben zu viele Offensivrebounds zugelassen. Selber sind wir zu oft mit dem Kopf durch die Wand und haben uns offensiv nicht gut bewegt. Das sind Punkte an denen wir arbeiten wollen. Wir haben jetzt diese Woche nur 2 Trainingseinheiten und am Freitag Paderborn vor uns, die wir seit dem 1. Saisonspiel nicht mehr gesehen haben. Es wird spannend zu sehen, wie die sich entwickelt haben”, fasste Headcoach Nina Graf zusammen.
Foto: Peter Obstfeld




