
Verpennter Start schnell vergessen: JBBL besiegt Bernau deutlich
19. Januar 2026(ep)
„Ich wurde von Anfang an warm empfangen“
In der heutigen Ausgabe von Hello – I am stellen wir euch Thore Dilschmann vor. Der Point Guard der Uni Baskets Münster spricht über seinen Wechsel zum UBC, seine bisherige Zeit in Münster und den Übergang in die ProA. Obwohl er heute auf höchstem Niveau Basketball spielt, begann seine Karriere verhältnismäßig spät. „Tatsächlich erst mit neun oder zehn Jahren“, erzählt Thore. Der Auslöser dafür war ein Kinderfest in Itzehoe, bei dem auch Spieler der Itzehoe Eagles vor Ort waren. Dort begann seine Begeisterung für den Basketball – und nur kurze Zeit später stand er selbst regelmäßig in der Halle und begann mit dem Training.
In den darauffolgenden Jahren nahm Thores Entwicklung schnell Fahrt auf. Schon früh sammelte er außergewöhnlich viele Erfahrungen. Zeitgleich in drei Mannschaften und zwei Vereinen: der U18 sowie der 2. Herrenmannschaft der Itzehoe Eagles und zusätzlich in der JBBL-Mannschaft von Rist Wedel, die damals in Kooperation mit Itzehoe stand. Maßgeblich für Thores Wechsel nach Münster verantwortlich war der damalige Jugendkoordinator von Rist Wedel, den Sven Schaffer wechselte 2022 nach Münster. Über Sven Schaffer kam dann der Kontakt nach Münster und Thore entschied sich dann 2022 ebenfalls für den UBC. Der geplante Start verlief jedoch zunächst nicht wie erhofft. In seinem ersten Testspiel für den UBC erlitt er einen Schien- Wadenbeinbruch. Für den frisch ins Internat eingezogenen Guard bedeutete das zunächst die Rückkehr in die Heimat, um sich von der Verletzung zu erholen. Nach einer überraschend schnellen Regeneration kehrte er jedoch zurück aufs Feld, spielte die Saison bei den Itzehoe Eagles zu Ende und sammelte mit gerade einmal 16 Jahren sogar erste Einsatzminuten in der ProB für die erste Mannschaft.
Trotz dieses Rückschlags war für Thore früh klar, dass es ihn wieder nach Münster ziehen würde. Die kurze Zeit beim UBC hatte ihm so gut gefallen, dass er 2023 erneut wechselte. Er fand sich schnell ein und übernahm sowohl in der NBBL bei der U19 als auch in der Regionalliga bei den 2. Herren eine wichtige Rolle. Dabei wurde ihm der Einstieg leicht gemacht, wie er selbst betont, denn er sei von Anfang an sehr warm empfangen worden.
Ein weiterer wichtiger Baustein in seiner Entwicklung war die Zeit im Internat. Das Zusammenleben mit vielen anderen Sportlern, die alle ein ähnliches Mindset verfolgen, habe ihn stark geprägt und zusätzlich motiviert. Auch seine Schulzeit am Pascal-Gymnasium spielte eine große Rolle. Durch die enge Kooperation vom Pascal und dem UBC fiel ihm die Eingewöhnung leicht, zumal viele seiner Mitspieler ebenfalls aufs Pascal gingen.Zudem ermöglichte die Kooperation ein hohes Trainingspensum von bis zu acht Einheiten pro Woche, was seiner sportlichen Entwicklung spürbar zugutekam.
Nach seiner sehr erfolgreichen Zeit in der NBBL und bei den 2. Herren, in der Thore als erster Point Guard früh viel Verantwortung übernahm, durfte er zum Ende der vergangenen Saison erstmals ProA-Luft schnuppern. Parallel dazu sammelte er bei den 2. Herren wichtige Erfahrungen in einer Saison, die nach einem schwierigen Start zunehmend an Stabilität gewann und in der die Mannschaft gemeinsam mit ihm eine positive Entwicklung nahm. Diese Zeit war für ihn besonders Prägend und er denkt gerne daran zurück. Diese Schritte auf unterschiedlichen Ebenen machten aber den Unterschied zwischen ProA und Regionalliga- und NBBL-Alltag durchaus spürbar: Das Spiel in der ProA ist schneller, athletischer und die qualitative Breite der Teams ist erheblich größer. Rückblickend ist Thore überzeugt, dass ihn dieses Heranführen im Verlauf der vergangenen Saison optimal auf die aktuelle Spielzeit vorbereitet hat. Er schaut gerne auf die Zeit zurück bei den 2. Herren und in der NBBL und man trifft ihn auch des Öfteren, wenn er Zeit hat bei Heimspielen in der BSH, bei denen er dann alte Mitspieler anfeuert.
Mit Blick nach vorne hat Thore klare Ziele. Mit dem Team möchte er den Klassenerhalt sichern, denn seiner Meinung nach ist die Mannschaft deutlich zu stark, um abzusteigen. Persönlich will er sich bei den Uni Baskets zu einem konstanten ProA-Point Guard entwickeln. Umso mehr freut er sich über die viele Spielzeit, die er derzeit erhält. Langfristig ist sein großes Ziel, sich bis in die Basketball-Bundesliga hochzuarbeiten.






