
Herren 2: Frühes Spitzenduell in der 2. Regionalliga
12. Oktober 2026(ar) Auf dem Papier sollte nichts anbrennen – die Young Rasta Dragons aus Quakenbrück hatten sich erst mit etwas Glück überhaupt für die NBBL qualifiziert und waren den Münsteranern in einem Vorbereitungsspiel vor der Sommerpause deutlich unterlegen gewesen.
Nun kann man sich, gerade in dieser neuen Saison, auf solche Daten nicht verlassen und jedes Team, das einen Platz in der NBBL hat, ist potentiell gefährlich.
Zumindest indirekt zeigte sich dies auch in der ersten Halbzeit. In einem von vielen Fouls geprägten Spielabschnitt gelang es keinem der beiden Teams, in seiner Offensive in einen ordentlichen Spielfluß zu kommen.
„In der ersten Halbzeit waren wir offensiv einfach noch etwas verkrampft,“ bestätigte Coach Andrej König den ersten Eindruck: „Und bei Quakenbrück kamen elf von den 26 Punkten in der ersten Halbzeit durch Freiwürfe: Wir haben erst gut verteidigt – und waren dann undiszipliert.“
Auffällig im positiven Sinne zeigten sich die beiden Münsteraner Center. In nur sieben Minuten agierte Lukas Freitag überaus effizient: Mit perfekter Wurfquote erzielte er acht Punkte, sein Teamkollege Justus Reuter sechs. Regelrecht gefüttert wurden sie dabei von ihrem Point Guard Rune Reuter, der bereits zur Halbzeit fünf Assists auf dem Scouting-Bogen stehen hatte.
Wie am Vortag in der 2. Regionalliga fanden die Dreierschützen das lockere Händchen nicht – und wie am Vortag war Daniel Pene Moukam zunächst der einzige, der bis zur Halbzeit einen Dreier erzielte.
Trotz alledem kontrollierten die Gäste das Spiel und ließen zur Halbzeit die Dragons 26:32 hinter sich.
In der zweiten Halbzeit begannen die Gäste aus Münster dann, sich langsam abzusetzen. Sie spielten jetzt überlegter, trafen besser – mit 4/24 aber nicht gut – von außen und kamen immer wieder zum Korb. Die beiden Center Reuter und Freitag überzeugten mit 11/12 Freiwürfen und Faruk Stepper belohnte sich mit seinen ersten NBBL-Punkten – und sieben Rebounds in vierzehneinhalb Minuten.
Rune Reuter war auffallend zurückhaltend, nahm wenig Würfe und fand immer wieder einen Weg, seine Bigs in Szene zu setzen, während er in der Defense mit zahlreichen Ballgewinnen auffiel. Mit neun Assists und etlichen Pässen, die Assists hätten werden sollen, sowie sechs Steals stellte er sich ganz in den Dienst der Mannschaft.
Nach dem 41:54 nach drei Vierteln ging den Quakenbrückern dann endgültig die Puste aus und ihnen gelangen nur noch 6 weitere Punkte.
Ein ausreichend klares Ergebnis, so dass König auch seinem 11. und 12. Mann Spielzeit geben konnte. Das Endergebnis von 47:70 war dann auch nur noch Formsache.
„Defensiv haben wir sehr vieles gut gemacht, haben die Quakenbrücker in beiden Halbzeiten unter 30 Punkten gehalten,“ fasste König das Spiel seines Teams zusammen: „Der Game Plan war Precious und Fritz das Leben schwer zu machen, und den Fight haben die Jungs wirklich gut angenomnen.“
Im nächsten Spiel gegen die Paderborn Baskets dürfte die Gegenwehr deutlich höher ausfallen. Die Ostwestfalen gewannen auch ohne Kröger und Bristina zu Hause gegen die West Dogs aus Düsseldorf. Der Sieger der am 18.10. um 15 Uhr im Pascal-Gymnasium angesetzten Partie ist nahezu sicher für die nächste Phase der Einteilungsrunde qualifiziert.
Für den UBC spielten:
Ivankovic, Schwering, Humpert (12 Punkte, 8 Reb.), Pene Moukam (8, 6 Reb.), Langenbach (5, 5 Reb.), Reuter R. (4, 9 Ass., 6 Steals), Ritter (6), Reuter J. (8), Freitag (15, 8 Reb. ), Stepper (2, 7 Reb.), Witt (6, 5 Reb.), Glusa (4)
Photo: Thomas Mohn




