
D1 auch im letzten Heimspiel erfolgreich
21. April 2026Die Schlusssirene war kaum verklungen, da wurde es extrem laut in der heimischen Ballsporthalle. Die Jungs der U10.1 des UBC Münster bildeten am Samstag einen großen Kreis, hüpften, sangen, reckten die Arme in die Luft – pure, ungefilterte Freude. Die rund 50 UBC-Fans klatschten, jubelten, feuerten ihre kleinen Helden an. Die Mannschaft strahlte. Und das zu Recht: Mit einem 73:56-Sieg gegen die Paderborn Baskets hatte sich die U10.1 des UBC Münster die Oberligameisterschaft gesichert.
„Wir sind sehr stolz, dass wir einen so tollen Jahrgang in der U10 in Münster haben – sowohl in der Spitze als auch in der Breite. Wir konnten 15 Spieler einsetzen, von denen jeder einen Schnitt von mindestens drei Punkten pro Spiel abgeliefert hat. Das ist schon ziemlich außergewöhnlich“, bilanziert Trainer Johannes Schweizer.
Zehn Spiele, neun Siege, ein einziger Ausrutscher – die Bilanz der UBC-Youngster in dieser Oberligasaison spricht für sich. Die einzige Niederlage kassierte das Team im Hinspiel gegen den späteren Tabellendritten Paderborn, und auch das nur mit drei Punkten Unterschied. Am letzten Spieltag war die Spannung dennoch enorm: Recklinghausen und Paderborn lauerten, der Titel war noch nicht zu 100 Prozent sicher. Doch die UBC-Talente lieferten genau dann ihre Antwort – mit einem letztlich verdienten Erfolg. Am Ende der Saison lag der Meister UBC Münster in der Tabelle vor Recklinghausen (zwei Niederlagen) und Paderborn (drei Niederlagen).
Was diese Meisterschaft so bemerkenswert macht: Diese Mannschaft hatte vor der Saison noch nie in einer ähnlichen Formation zusammengespielt. Vier Spieler brachten bereits Erfahrung aus der U10.1 des Vorjahres mit, vier weitere kamen aus der U10.2, drei aus der U10.3, ein Talent stieg aus der U8 auf, ein Junge kam von einem externen Verein hinzu, einer spielte mir einer Doppellizenz und ein Talent bestritt sein erstes Jahr als Basketballer überhaupt. Ein bunter Mix, der für das Trainer-Duo Johannes Schweizer und Philipp Dornhegge zunächst auf dem Papier wie eine Wundertüte wirkte. 
Doch das Team fand sich schnell. Das Fundament war von Beginn an die Defensive: Mit unbändigem Willen beackerten die Youngster ihre Gegner, störten, pressten, kämpften. Dieser hohe Einsatz wurde zum Markenzeichen des Teams. Im Laufe der Saison entwickelte sich dazu ein immer kreativerer Angriffsstil – die Distanzwürfe saßen zum Ende der Spielzeit besser, das Zusammenspiel wurde genauer und das Ballhandling immer ansehnlicher. Eine Mannschaft, die sichtbar gereift ist.
„Die Kinder haben immer versucht, schnellen Teambasketball zu spielen. Das hat oft, aber noch nicht immer geklappt, insbesondere in den engeren Spielen war da noch Luft nach oben. In der Verteidigung haben wir alle Gegner vor große Probleme gestellt – mit Einsatz, aber auch mit Können“, sagt Schweizer
Besondere Momente gab es in dieser Saison gleich mehrere. Die Duelle gegen die Citybaskets Recklinghausen – bekannt für ihren starken Nachwuchs – gehörten zweifellos dazu. Beide Spiele gewann der UBC Münster: 77:46 im Hinspiel, 69:66 in einem engen Rückspiel. Starke Auftritte gegen einen der härtesten Gegner der Liga.
Das vielleicht absolute Highlight der Saison war das Turnier in Vechta. Dort traf die Mannschaft auf drei außergewöhnlich starke Gegner: Rasta Vechta (ungeschlagen in Niedersachsen), die Gießen 46ers (in Hessen in dieser Saison ohne eine einzige Liganiederlage) und die Hamburg Towers (in Hamburg hinter Rist Wedel auf Platz zwei der Tabelle). Nachwuchs auf höchstem Niveau – und die U10.1 des UBC Münster hielt nicht nur mit, sondern gewann das Turnier. Ein Ergebnis, das die außergewöhnliche Qualität dieser Mannschaft eindrucksvoll unterstreicht. Weitere Turniererfolge rundeten die Saison ab: Bereits zum Saisonstart holte das Team den Titel beim Turnier in Dortmund, später folgte ein weiterer Sieg in Köln – beim Dreiervergleich gegen die Bergischen Löwen und den BBV Köln-Nordwest.
Einen großen Anteil an dieser erfolgreichen Saison hatten die Trainer Johannes Schweizer sowie Philipp Dornhecke. Beide entwickelten die Jungs weiter. Neben dem Ligabetrieb organisierte das Duo Turniere und Freundschaftsspiele – und schafften so eine Spielpraxis, die die Entwicklung der Jungs enorm beschleunigt hat.
Nach dem Triumph am Samstag setzte die Mannschaft am Sonntag noch einen würdigen Schlusspunkt unter eine unvergessliche Saison. Gemeinsam ging es nach Ibbenbüren zum Klettern – Abenteuer und Teamgeist noch einmal pur. Anschließend saßen Spieler und Eltern gemütlich zusammen, aßen gemeinsam und ließen diese besondere Zeit Revue passieren. Eine Saison endet. Erinnerungen bleiben. Die Mannschaft wird in ihrer jetzigen Form auseinandergehen – nur zwei Spieler bleiben in der U10, der Rest wechselt in die U12.




