
Erstes Saisonspiel – Zweitliga-Damen zu Gast in Berlin
28. September 2026(ar) Von einer weißen Weste zu reden wäre sicher verfrüht, aber gegen den aus Paderborn angereisten Bistumsrivalen gewannen die Münsteraner auch das zweite Saisonspiel am Ende verdient mit 71:62.
Dieses Mal konnte Coach Mardin Ahmedin aus dem Vollen schöpfen und startet mit einer Mischung aus „Jung und Alt“: Neben Rune Reuter und Ole Witt als Guards sollten Leonard Dertmann und Phil Schmidt unter den Körben für Klarheit sorgen. Dazu kam Heikki Humpert auf dem Flügel, der sich mehr und mehr in Münster einlebt.
Bereits im ersten Viertel wurde klar, dass dies kein einfaches Spiel werden würde. Zahlreiche Gesichter auf der Gegenseite werden die Münsteraner im kommenden NBBL-Duell wiedersehen, die wachsende Rivalität gegen die Ostwestfalen bringt immer eine ganze besondere Spannung mit sich.
Diese Spannung war im ersten Viertel zu spüren, besonders im Abschluss am Korb: Ein um das andere Mal rollte der Ball wieder vom Ring oder der Ball wurde bereits auf dem Weg zum Ziel nicht mitgenommen.
In der Verteidigung waren es leichte Fehler, vor allem im Rebound, die dem Gegner Punkte und zusätzliche Angriffe einbrachten.
Jener war aber ebenfalls alles andere als souverän: Die engagierte Defense der Münsteraner erzwang etliche Fehler der Paderborner. Frei nach dem Motto „Das Genie beherrscht das Chaos“ endete das Viertel trotz allem mit einer 17:14-Führung für die Hausherren.
Das Muster sollte sich weiter fortsetzen: Münster erarbeitete sich phasenweise eine deutliche Führung von um die zehn Punkte heraus, dann kamen die Paderborner wieder heran, wenn einzelne Spieler zu sehr versuchten, die Lage zu forcieren. Zur Halbzeit behielten die Münsteraner mit 38:33 knapp die Nase vorn.
Das von vielen Ballverlusten auf beiden Seiten geprägte Spiel sollte sich genauso weiter fortsetzen, jetzt aber gespickt mit einigen Highlights. In diesem Viertel zeigte Big Man Justus Reuter einen sehenswerten Abschluß im Fastbreak – nicht ganz selbstverständlich, wenn das Spiel aggressiv von den Guards dominiert wird.
Heikki Humpert, am Ende mit 17 Punkten High Scorer seines Teams, zeigte Ansätze seiner Möglichkeiten, als er einen weiteren Fastbreak mit einem krachenden Dunk beendete.
Nachdem auch das dritte Viertel 16:13 gewonnen werden konnte, schien der Trend klar. Doch Paderborn dachte gar nicht daran, klein bei zu geben. Punkt für Punkt arbeiteten sie sich wieder heran, auf vier Punkte, zwei Punkte, bis schließlich zum 56:56-Ausgleich bei noch 5:51 zu spielen, nur um eine Minute später sogar 59:60 in Führung zu gehen.
Wie würde das junge Münsteraner Team reagieren? Zunächst einmal mit der besten Phase von Heikki Humpert: Erst ein schwieriger Korbleger zum 61:60 gefolgt von zwei Freiwürfen und anschließend ein exakt passender Alley-Oop-Pass auf Leonard Dertmann, der mit seinen 2,08 m den Ball wuchtig in den Korb schmetterte.
Die Paderborner mussten sich endgültig geschlagen geben, kamen gegen die starke Defense nur noch durch zwei technische Fouls zu Punkten. Heimsieg!
„Wir hatten Phasen in denen wir sehr unklug gespielt haben, aber das ist ein ganz normaler Lernprozess bei uns,“ blickte Ahmedin zurück auf das Spiel: „Gutes Spiel von Heikki und Rune, gerade Rune hat im viertel Viertel viel Ruhe ins Spiel gebracht und sich als Leader bewiesen.“
Nach dem zweiten Saisonsieg teilt sich aktuell der UBC verlustpunktfrei die ersten drei Plätze mit dem BC 70 Soest sowie der BBG Herford 2.
Am kommenden Wochenende reist das Team nach Breckerfeld, die bisher auswärts Haspe 2 schlugen aber zu Hause den Baskets Lüdenscheid deutlich unterlagen. Dort gibt es dann möglicherweise ein Wiedersehen mit Thomas Reuter, der nach dem Beenden seiner Bundesliga-Karriere bei den Uni Baskets Münster in der vergangenen Saison seinem Stammverein zum Aufstieg in die 2. Regionalliga geholfen hat.
Für den UBC spielten: Ivankovic (2 Punkte), Glusa (11), Langenbach (2), Humpert (17), Pene Moukam (8), Reuter R. (9), Ridder, Schuhmann, Schmidt (8), Reuter J. (5), Dertmann (10), Witt (6)
Photo: Simone Reuter




