
JBBL verabschiedet sich nach großem Kampf gegen ALBA aus den Playoffs
16. März 2026
Erfolgreiches Wochenende für die Jugendteams des UBC Münster
16. März 2026(ts) Erschöpft, aber glücklich stehen sie in Bochum im Kreis. Zehn Spielerinnen des UBC Münster und ihre drei Trainer Philipp Kappenstein, Nele Schwering und Matthias Geißler legen die Hände zusammen, ein letztes Mal für diese Saison. „One Team, good fight, we win“, hallt es laut durch die Halle des Neuen Gymnasiums in Bochum-Wiemelhausen. Sechs Worte, die mehr sind als ein Schlachtruf – er ist das Motto einer Mannschaft, die sich nie aufgibt und eine tolle Entwicklung hinter sich hat.
Die weibliche U14 des UBC Münster hat sich im letzten Saisonspiel noch einmal als das präsentiert, was sie über Monate geworden ist: ein Team, das kämpft, zusammenhält und Partien gewinnt. Im Spiel um Platz drei des Final Four um die Westdeutsche Meisterschaft besiegen die Mädchen der Jahrgänge 2012 und 2013 den TSV Hagen mit 70:64 (26:16, 9:15, 20:14, 15:19) – und sichern sich damit verdient die Bronzemedaille.
„Ich freue mich natürlich riesig, dass wir das letzte Spiel der Saison gewonnen haben, dass wir eine Playoff-Serie gewonnen haben, dass wir während der Saison wirklich gewachsen sind und verschiedenste Leute auf verschiedenste Art und Weise Beiträge zum Sieg gegen Hagen hatten“, sagt Philipp Kappenstein.
40 Minuten intensiver Mädchenbasketball liegen hinter den Talenten aus Münster, als sie zusammen im Kreis stehen. Nach einem starken ersten Viertel führt der UBC mit 26:16. Zu Beginn des zweiten Abschnitts gerät der Rhythmus kurz ins Wanken, Hagen nutzt die Phase und geht mit 31:30 in Führung – es ist die letzte Führung der Hagenerinnen bis zur Schlusssirene.
Zur Halbzeit hat Münster wieder die Kontrolle (35:31), nach dem dritten Viertel steht ein 55:45 auf der Anzeigetafel. Doch in den Schlussminuten wird es noch einmal dramatisch. Hagen verkürzt in der 36. Minute auf 58:60. 56 Sekunden vor dem Ende steht es nur 65:63 für Münster. Doch die UBC-Mädchen behalten die Nerven, verteidigen entschlossen und bringen den Sieg über die Zeit. Am Ende steht ein verdientes 70:64 – auch weil der UBC in 37 der 40 Minuten in Führung liegt.
Das Spiel am Sonntag gegen Hagen spiegelt die Entwicklung dieser Mannschaft über die gesamte Saison wider. Unbändiger Wille, aggressive Verteidigung und schnelles Umschaltspiel prägen das Auftreten der Münsteranerinnen. Gegen denselben Gegner hatte es zu Beginn der Spielzeit noch eine Niederlage mit zwölf Punkten gegeben. Ein halbes Jahr später ist das Team deutlich gewachsen – und am Ende das bessere. „Trotz körperlicher Unterlegenheit haben wir wirklich das absolute Maximum aus unseren Möglichkeiten gemacht und jedes Spiel, das wir gewinnen konnten, auch wirklich gewonnen“, erklärt Kappenstein.
Im Halbfinale am Samstag war die Aufgabe allerdings eine Nummer zu groß. Gegen Titelverteidiger AstroStars Bochum verliert der UBC mit 41:81. Die Bochumerinnen, gespickt mit zahlreichen Talenten aus dem gesamten Ruhrgebiet, sind an diesem Wochenende das Maß aller Dinge. Sie gewinnen später auch das Finale gegen Talents BonnRhöndorf mit 70:48. BonnRhöndorf hatte zuvor im Halbfinale Hagen klar mit 86:56 bezwungen.
Für den UBC Münster ist der dritte Platz ein weiterer Meilenstein im Mädchenbasketball des Vereins. Erst vor einem Jahr gewann die U12 die Westdeutsche Meisterschaft – damals mit demselben Trainerteam und fünf Spielerinnen aus dem aktuellen U14-Kader. Zuvor hatte noch nie ein münstersches Mädchenteam überhaupt ein Final Four erreicht. „Im Mädchenbereich war der UBC lange ein weißer Fleck auf der Landkarte. Das hat sich den letzten Jahren durch unser Team deutlich geändert“, so Kappenstein. Und vieles spricht dafür, dass diese Geschichte weitergeht. Fünf der zehn Talente bleiben im Team, aus der U12 drängen weitere Talente nach.
Ganz beendet ist die Saison für die U14 ohnehin noch nicht. Sieben der zehn Spielerinnen haben bereits am Mittwoch die nächste große Chance: Beim Landesfinale des Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ wollen sie sich mit dem Pascal-Gymnasium für das Bundesfinale in Berlin qualifizieren. In Recklinghausen warten Herne, Oberhausen, Borken, Bielefeld und Leverkusen als Hürden.
Und auch danach steht noch ein besonderes Kapitel an: Vier Tage lang reist das gesamte U14-Team im Mai nach Schweden zum internationalen Turnier nach Göteborg. „Bei uns ist immer ein tolle Stimmung in der Kabine. Daran sieht man, wie gut das Team zusammenpasst. Es ist fast ein bisschen traurig, dass es wieder auseinander geht“, sagt Kappenstein. Vielleicht steht es aber zum Abschluss in Göteborg wieder irgendwo in einer Halle im Kreis. Müde, aber glücklich. Und wieder wird ihr Ruf durch die Halle hallen: „One Team, good fight, we win.“







