
U19-Bundesliga: UBC verliert Playoff-Heimrecht in Paderborn
12. Februar 2026(ep)
„Trotz der Größe des Vereins ist es super familiär“
In der heutigen Ausgabe von Hello – I am spricht Nina Graf über ihren Weg zum UBC, die Ziele mit der U16 in der JBBL und ihr Amt als Sportwartin Jugend.
Mit 13 Jahren begann Nina Basketball zu spielen. Nachdem sie mehrere Sportarten ausprobiert hatte, nahm eine Freundin sie mit zum Basketball. Sie erinnert sich noch gut an ihre erste Trainingseinheit, in der sie mithilfe von bunten Plättchen die richtige Schrittfolge beim Korbleger lernte.
Nach Münster kam Nina nach ihrem Abitur aus Elmshorn. Münster stand als Studienort für ihr Lehramtsstudium ganz oben auf ihrer Liste. Zum UBC stieß sie jedoch erst knapp drei Jahre später. Feyza Ay, die sie noch aus der Zeit im Hamburger Verband kannte, fragte sie, ob sie als Coach beim Ostercamp unterstützen möchte. Nina fühlte sich von Anfang an sehr wohl im Coaches-Team. Nach dem Camp übernahm sie gemeinsam mit Niklas Husmann die U16-Regionalliga-Mannschaft. Seitdem hat Nina diverse Teams im Breiten- und Leistungssport beim UBC gecoacht.
Zurzeit trainiert sie die U12W sowie unsere U16 in der JBBL. Zwischen den beiden Teams gibt es große Unterschiede – nicht nur in Alter und Geschlecht, sondern auch in Zielsetzung und Intensität. Die U12W besteht aus leistungsstarken Spielerinnen, dennoch liegt der Fokus darauf, möglichst viele Mädchen für Basketball zu begeistern und gleichzeitig die Spitze gezielt zu fördern. Die soziale Komponente spielt dabei weiterhin eine wichtige Rolle. In der JBBL ist die Entwicklung ebenfalls zentral, doch die Motivation ist eine andere:
„Die Jungs wollen sich mit den besten Spielern messen, und es wird ganz anders vorbereitet und gearbeitet – da herrscht schon eine gewisse Professionalität“, sagt Nina.
Die aktuelle Saison verläuft insgesamt sehr positiv – sowohl mit der U16 als auch mit der U12W. Zwar verpasste die U12W knapp den Einzug in die Regionalliga und spielt nun weiterhin in der Oberliga, tritt aber zusätzlich in der Kreisliga an, wo sie aktuell mit nur einer Niederlage auf dem ersten Platz steht. Die U16 erreichte nach einer entwicklungsreichen Vorrunde die Relegationsrunde und steht dort trotz zwei Niederlagen aktuell auf Platz eins. Stand jetzt stehen noch drei Spiele aus. Ninas erklärtes Ziel sind die Playoffs mit der U16 – dafür muss das Team am Ende einen der ersten beiden Plätze belegen.
Am meisten gefällt ihr am Trainerjob, dass sie neben basketballerischen Inhalten auch Werte fürs Leben vermitteln kann:
„Basketball und Teamsport können so viele wichtige Werte und Qualitäten für das ganze Leben vermitteln – von Teamfähigkeit und Kommunikation über Zuverlässigkeit, Disziplin und Verantwortungsbewusstsein bis hin zu Zusammenhalt.“
Neben ihrer Arbeit als Coach engagiert sich Nina auch als Sportwartin Jugend mit besonderem Fokus auf Kinder- und Jugendschutz. In dieser Funktion hat sie gemeinsam mit dem SSB und der Abteilung Rollstuhlbasketball ein Schutz- sowie Präventions- und Interventionskonzept für interpersonelle Gewalt entwickelt, das sie regelmäßig überprüft und aktualisiert. Außerdem ist sie eine qualifizierte Ansprechperson für SpielerInnen, Eltern und Vereinsmitglieder – bei Sorgen, Beschwerden oder Vorfällen können diese jederzeit auf sie zukommen. Je nach Situation vermittelt sie weiter, löst Konflikte selbst oder initiiert Krisen- und Interventionsteams. Dieses Amt ist Nina besonders wichtig, da Kinder und Jugendliche eine schützenswerte und vulnerable Gruppe sind. Ihr Ziel ist es, einen sicheren Raum zu schaffen, in dem sich junge Menschen angstfrei entfalten können – und gleichzeitig mündig werden, ihre Grenzen kennen und diese auch gegenüber Autoritätspersonen selbstbewusst kommunizieren.
„Trotz der Größe des Vereins ist es super familiär.“ Genau das schätzt Nina besonders am UBC. Ihr gefällt die Mischung aus MünsteranerInnen und Zugezogenen ebenso wie das Zusammenspiel von Breiten- und Leistungssport. Dass Teams sich gegenseitig unterstützen, voneinander lernen und Freundschaften über Mannschaftsgrenzen hinweg entstehen, macht den Verein für sie zu einem Ort, an dem sie sich rundum wohlfühlt.






