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3. Februar 2026(lh) Es war das wohl wichtigste Spiel der Saison: 1. gegen 2. als die 1. Damen des UBC bei den Wings Leverkusen zu Gast waren. Leverkusen stand mit nur einer Niederlage aus 13 Spielen an der Tabellenspitze, der UBC hatte bereits 2 mal verloren, darunter auch das Hinspiel gegen Leverkusen mit 50:64. Dementsprechend brauchten sie nun einen Sieg (am besten mit 14+ Punkten für den direkten Vergleich) um noch gute Chancen auf die Meisterschaft und damit den Aufstieg zu haben. Lange sah es danach aus, als würde das ihnen tatsächlich gelingen, doch am Ende drehten die Gastgeberinnen die Partie.
In der 1. Halbzeit lief dabei alles nach Plan: durch eine starke Intensität hielt Münster den Spitzenreiter bei 17 Punkten und erzielte selbst 28. Auch nach der Pause ging es zunächst stark weiter und die benötigte Führung von 14 wurde zwischenzeitlich beim Stand von 22:36 sogar erreicht.
Doch im Anschluss kippte das Spiel leider: zu Beginn des 4. Viertels hatte Leverkusen ausgeglichen, doch die UBC-Damen hielten weiter tapfer dagegen und es ging hin und her. Dennoch war der Münsteraner Spielfluss etwas gebrochen und die Leichtigkeit verflogen, während der Gegner seine Stärken ausspielte und bewies, warum sie ganz oben stehen. 51 Leverkusener Punkte in Halbzeit 2 führten dazu, dass die Wings das Spiel mit 68:61 gewannen.
“Zunächst einmal Glückwunsch an Leverkusen. Es war ein sehr gutes Spiel von beiden Teams. Am Ende haben sie die entscheidenden Momente etwas besser ausgespielt. Ich denke, der Druck hat eine Rolle gespielt. Wir haben einige Würfe und offene Korbleger vergeben, die wir normalerweise machen. In diesen Phasen ist es uns nicht immer gelungen, konsequent aggressiv zu bleiben und konstant Druck auf den Korb auszuüben. Auf diesem Niveau entscheiden genau solche Details. In der zweiten Halbzeit kamen noch ein paar Match-up-Fehler dazu, die gegen einen Gegner dieser Qualität bestraft werden. Trotzdem bin ich stolz auf den Einsatz, die Energie und den Zusammenhalt der Mannschaft. Es war ein echter Kampf”, erklärte Headcoach Edgars Ikstens.
Sein Team steht nun 11-3, wodurch Leverkusen noch mindestens 3 Spiele verlieren müsste. Ikstens hat die Hoffnung noch nicht komplett aufgegeben, ihm ist es dennoch wichtiger, sich auf sich selbst zu fokussieren: “Die Saison ist noch lang. Der Titelkampf liegt nicht mehr komplett in unserer Hand, aber wir bleiben bei unserer Arbeit, bereiten uns Tag für Tag vor und machen in den nächsten Spielen unseren Job.”
Spielerin Antonia Pleßner konnte trotz des Resultats stolz auf die Teamleistung sein: “Ich fand das Spiel insgesamt sehr gut. Natürlich gab es phasenweise individuelle Fehler, die uns wehgetan haben. Von dem, was wir uns vorgenommen hatten, haben wir aus meiner Sicht vieles umgesetzt – vor allem defensiv, zum Beispiel indem wir die Backdoor Cuts gut kontrolliert haben. Im dritten Viertel hatten wir ein kleines Tief, und nach dem Ausgleich sind wir etwas hektischer geworden und haben unsere Linie kurzzeitig verloren.”
Dennoch machte sich die Enttäuschung bei vielen bemerkbar: “Ich kann dazu garnicht so viel sagen. Wir sind voll gut gestartet mit sehr viel Energie und haben das die erste Halbzeit gut gemacht und gehalten. Und dann darf man das in der zweiten Halbzeit nicht so abgeben”, sagte Nele Schwering.
Es spielten bei Münster: Falkowski (16 Punkte/1 Dreier), Pleßner (12/4), Landwehr (9/1), Bast (8), Ogle (7/1), Steltenkötter (4), Schwering (3/1), Möllers (2), Wagener, Ahrens, Spille




