
D1 geben Spiel gegen Tabellennachbarn aus der Hand
12. März 2026(ts) Der Mädchen-Basketball des UBC Münster setzt das nächste Ausrufezeichen. Nach dem Gewinn der Westdeutschen Meisterschaft der U12 in der vergangenen Saison – im Heimturnier im Finale gegen die Capitol Bascats Düsseldorf – spielt nun die weibliche U14 erstmals im Final Four um den Titel. Das hat zuvor noch kein weibliches Team aus Münster in dieser Altersklasse geschafft.
Das Trainerteam um Philipp Kappenstein, Nele Schwering und Matthias Geißler hat die Mannschaft in dieser Spielzeit unter die besten vier Teams in NRW geführt. Am Samstag und Sonntag geht es in Bochum um den Titel. Neben dem UBC sind die AstroStars Bochum, die Talents BonnRhöndorf und der TSV Hagen qualifiziert. Die beiden Finalisten lösen das Ticket zur Deutschen Meisterschaft.
„Schön finde ich, dass sich die besten vier Teams der Saison in den Playoffs durchgesetzt haben“, sagt Philipp Kappenstein, „was sich ja eigentlich in der ganzen Saison abgezeichnet hat.“ Tatsächlich beendeten nur diese vier Teams die Spielzeit mit positiver Bilanz. Bochum marschierte sogar ohne Niederlage durch die Runde. „Bochum hat aus dem ganzen Ruhrgebiet absolute Top-Talente zusammengezogen. Die spielen einen extrem intensiven und starken Basketball. Bochum ist für mich der absolute Top-Favorit“, sagt Kappenstein. Mit Guoste Maciulyte steht zudem eine litauische U16-Nationalspielerin im Kader der AstroStars.
Auf den Favoriten trifft Münster direkt im ersten Halbfinale am Samstag um 12.30 Uhr im Neuen Gymnasium in Bochum-Wiemelhausen. In der Liga setzte es zwei deutliche Niederlagen gegen die AstroStars. Entsprechend klar ist die Ausgangslage. „Unser Ziel ist, an den beiden Tagen so viel Erfahrung wie möglich mitzunehmen, uns bestmöglich zu verkaufen und wenn möglich, mit einer Medaille nach Hause zu fahren. Das wäre schon für dieses Jahr sensationell“, sagt Kappenstein.
Realistischer erscheint Bronze. Vieles spricht dafür, dass der Gegner im Spiel um Platz drei der TSV Hagen sein könnte, der im zweiten Halbfinale auf BonnRhöndorf trifft. Bonn gilt als das körperlich stärkste Team im Feld und gewann vor zwei Jahren mit diesem Jahrgang das U12-Finale gegen Bochum. In der Liga entschied Bonn beide Spiele gegen Hagen für sich. „Die Bonnerinnen Rebecca Truska, Juna Blum und Sophia Meerkamp sind körperlich in einer anderen Liga unterwegs“, sagt Kappenstein.
Die Bilanz des UBC gegen Hagen ist ausgeglichen (1:1). „Hagen hat mit Lucy Melchior ein absolutes Top-Talent in seinen Reihen. Die ist körperlich noch einmal richtig gewachsen und ist eine tolle Basketballerin“, sagt Kappenstein. Melchior erzielte 406 Punkte in 14 Spielen – Ligabestwert. Ihre Teamkollegin Lilly Wisniewski spielt ebenfalls auf einem extrem hohen Niveau, hat die drittmeisten Punkte (267) der Liga erzielt. Beim 79:74-Erfolg der Münsteraner im Rückspiel reichten ihre Punkte nicht. „Auf diesen Erfolg bin ich auch echt stolz“, sagt Kappenstein.
Der UBC stellt das wohl jüngste Team des Turniers. Fünf Spielerinnen gehören noch dem jüngeren Jahrgang 2013 an. Kappenstein setzte in dieser Saison auf eine Zehner-Rotation. „Diese Mannschaft hat einen Riesenschritt nach vorne gemacht. Man darf nicht vergessen, dass unsere U14 in der vergangenen Spielzeit noch Letzter in der 1. Regionalliga geworden ist und wir extrem jung sind.“
Talent ist reichlich vorhanden. Fünf der zehn UBC-Spielerinnen stehen in den WBV-Auswahlteams der Jahrgänge 2012 und 2013. Kappenstein vermeidet Einzel-Lob. Er betont die Entwicklung aller zehn Spielerinnen – und weiß, dass die Perspektive günstig ist: Fünf Akteurinnen bleiben auch in der kommenden Saison in der U14, drei davon aus der aktuellen Starting Five.
Der Spielplan
Samstag
Halbfinale 1: AstroStars Bochum – UBC Münster (12.30 Uhr)
Halbfinale 2: Talents BonnRhöndorf – TSV Hagen (15 Uhr)
Sonntag
Spiel um Platz drei (11.30 Uhr)
Endspiel (14 Uhr)




