
NBBL: Zum Ende der Hauptrunde geht es Schlag auf Schlag
10. Februar 2026(ar) Mitten in der Woche unterliegt die U19 des UBC im Westfalen-Derby den Baskets aus Paderborn knapp 75:70 und rutscht damit auf den fünften Platz in der NBBL Hautpgruppe A Nord ab.
Die Verlegung auf den Mittwoch sollte sich rächen: Vier wichtige Bankspieler fielen krankheits- oder verletzungsbedingt aus und einige weitere hatten bis kurz vor der Abfahrt Unterricht zu absolvieren, da sie offenbar nicht vom Nachmittagsunterricht freigestellt wurden. Leistungsträger Leo Kirchhoff wurde ebenfalls von einer Erkältung geplagt. Auf der Gegenseite fehlte Nationalspieler Tom Brüggemann.
Dabei fing das Spiel ganz gut an – zunächst eher schleppend, aber dann rüttelte “Senior” Erik Niggemann mit seiner engagierten Defense sein Team auf, betätigte sich drei Mal als Taschendieb und sammelte sechs Punkte. Bis er, ja bis er mit einer klaffenden Platzwunde ins Krankenhaus gebracht werden musste und für den Rest des Spiels schmerzlich fehlte. Da waren es nur noch neun.
“Erik war sehr, sehr stark zu Beginn des Spiels, davon konnten sich die anderen Spieler eine Scheibe abschneiden”, bedauerte Coach Andrej König die Verletzung seines Spielers.
Viel mehr brachten seine Kollegen aber auch nicht in den Korb, nach Ende des ersten Viertels stand es 14:17.
Im zweiten Viertel konnten sich die Münsteraner zusammenreißen, die Paderborner wieder auf 17 Punkte halten und selbst 21 erzielen. 34:35 das knappe Ergebnis zur Halbzeit.
Nach der Halbzeit überraschten die Paderborner mit einer Zonenverteidigung, die in dieser Altersklasse nur selten zum Einsatz kommt. Deren Effektivität verringerte aber Simon Ritter mit drei seiner fünf Erfolge von der Dreierlinie deutlich und hielt damit die Münsteraner im Spiel. Am Ende des Abschnitts stand es schließlich ausgeglichen 55:55. Alles war noch offen.
Doch im letzten Viertel wurden die Angriffsbemühungen ein wenig fahrig.
“Offensiv haben wir uns schwer getan, weil wir phasenweise den Ball schlecht bewegt haben, das hat uns am Ende das Genick gebrochen”, analysierte König die entscheidende Phase.
“Im 4. Viertel sind wir undiszipliniert gestartet, weil wir sechs, sieben Angriffe in Folge kopflos angegriffen haben. Das hat Paderborn ausgenutzt und diesen kleinen Vorsprung haben wir nicht mehr aufholen können, auch weil wir an der Freiwurflinie viel liegen gelassen haben.”
In dieser Phase sammelte Leonard Kröger etliche seiner acht Blocks und 19 Rebounds, wirkte wie ein unüberwindbares Bollwerk, auch wenn sich die Münsteraner Center redlich gegen ihn mühten.
“Wir haben viele kleine Sachen richtig gemacht, mehr Würfe generiert, im Rebound-Duell gegengehalten. Wir haben uns das ganze Spiel über an Kröger abgeackert, manchmal sind es einfach die individuelle Klasse und die paar Zentimeter mehr, die er hat, die den Ausschlag geben”, resümierte König.
Bereits am Freitag, dem 13.02., geht es im Slasher Special weiter: Um 19.30 Uhr empfangen die unerschrockenen Münsteraner in der Ballsporthalle des Pascal-Gymnasiums die talentgespickte Crew von Rasta Vechta zum letzten Scharmützel der Hauptrunde.
UBC: Kirchhoff (7 Punkte, 9 Rebounds, 5 Assists), Niggemann (6, 3 Steals), Sonntag, Stepper, Pene Moukam (3, 7 Rebounds), Almering (3), Reuter R. (13), Ritter (16), Freitag (9, 5 Rebounds), Dertmann (13, 7 Rebounds)
Paderborn Baskets: Simson (6 Punkte, Rebounds), Gebauer (7), Bialas (8, 5 Assists), Koyutürk (15), Bristina (15, 7 Rebounds), Sommer (2), Kröger (15, 19 Rebounds, 8 Blocks), Logen (7, 9 Rebounds), Kulikov, Frischemeier DNP, Kirchhoff, J.




