
D1 geben Spitzenspiel aus der Hand – Meisterschaftstraum rückt in weite Ferne
2. Februar 2026(lh) Nach einem sensationellen Sieg in Hagen am vergangenen Wochenende trafen die Regionalliga-Herren des UBC Münster am Samstag auf den nächsten starken Gegner: den Tabellendritten aus Ibbenbüren. Lange konnten sie das Spiel knapp halten, doch ein schwaches 2. Viertel verursachte einen Rückstand, den sie am Ende nicht mehr ganz aufholen konnten.
Münster startete gerade offensiv stark ins Spiel und spielte sich gute Würfe heraus, so traf auch Erik Niggemann, der bereits in seinem letzten NBBL-Spiel überzeugte, seine ersten beiden Dreierversuche in einem insgesamt starken Spiel von ihm mit 15 Punkten als Topscorer. “Freut mich wirklich für ihn, dass er sowohl in der NBBL als auch in der Regionalliga in den Tritt kommt”, lobte Coach (an dem Tag wieder Spielertrainer) Andrej König. Sein Team gewann das 1. Viertel mit 22:20.
Anschließend machte sich dann aber doch bemerkbar, dass mit Lukas Ehrich und Jacob Hanro Tiada 2 Schlüsselspieler fehlten, Rune Reuter an dem Tag krank wurde – somit auch nicht wirklich einsatzfähig war – und die UBC-Herren damit nur über 8 gesunde Spieler verfügten. Vor allem auf der Center-Position fehlte Größe bzw. Stärke gegen Jan Wullkotte, der mit 14 Punkten und 12 Rebounds für Probleme sorgte.
Allgemein verloren die Münsteraner im 2. Viertel ihren offensiven Flow: eine schlechte und zu zögerliche Wurfauswahl führte zu einer Feldwurfquote von nur 4/17 und dazu, dass sie das Viertel mit 12:25 verloren. Dabei waren auch Freiwürfe das gesamte Spiel über ein Mangel: von 18 Versuchen traf Münster nur 7 und verpasste dadurch öfter die Chance, das Spiel wieder mehr auf ihre Seite zu lenken.
Nichtsdestotrotz kam der UBC stark aus der Pause, gewann das 3. Viertel mit +4 und war auch einige Minuten vor Schluss auf 3 Punkte ran. Am Ende waren es jedoch 4 unnötige Turnover und 2 schlechte Würfe, die den Sieg kosteten. Somit musste man sich mit am Ende trotz starkem Fight mit 67:77 geschlagen geben.
“Es war ein bisschen ärgerlich zum Schluss, wir sind nach letzter Woche eigentlich motiviert ins Spiel gegangen und auch gut gestartet. Leider haben wir ein sehr schlechtes 2. Viertel gespielt weil wir angefangen haben, den Ball lange zu halten und dumme Würfe zu nehmen. Das haben wir in der Halbzeit angesprochen und sind gut aus der Kabine gekommen. Im 4. Viertel war es dann lange ein offenes Spiel. Leider hat uns zum Schluss die Disziplin gefehlt und wir haben Fehler gemacht. Wenn du in der Crunchtime nicht diszipliniert genug spielst, wird es schwer zu gewinnen. Jetzt haben wir noch 6 Spiele und da mit Leverkusen, Salzkotten und Haspe 3 Kandidaten + am letzten Spieltag Werne wo wir nochmal Siege holen müssen”, fasste Andrej König zusammen.
Denn aktuell steht Münster auf einem Abstiegsplatz, da sowohl Haspe als auch Werne am Wochenende gewinnen konnten. Beide Teams sind allerdings nur einen Sieg vor Münster und spielen am nächsten Spieltag auch noch gegeneinander, der Abstiegskampf in der Regionalliga West bleibt also mehr als spannend.
Foto: Peter Obstfeld
Es spielten bei Münster: Niggemann (15 Punkte/4 Dreier), Ridder (14/2), Kirchhoff (13/1), Dertmann (6), König (6/1), Lucas (6/1), Bodea (5/1), Schmidt (2), Reuter




