
Herren 2 überraschen in Hagen
26. Januar 2026
Toller Erfolg für die U18.1: UBC besiegt Topteam aus Bonn
27. Januar 2026(ar) In einem sehr körperlich geführten Kampf wehrten die U19-Spieler des UBC die Berlin Dreams ab und gewannen durch einen entscheidenden Dreier von Point Guard Rune Reuter 28 Sekunden vor Schluß ihr Heimspiel mit 73:69.
Nach dem 57:85-Kantersieg am vorhergehenden Wochenende war es zu erwarten, dass die Spree-Anrainer mit einer Extraportion Wut im Bauch an die Aa kommen würden.
Das erste Viertel verlief dann auch gleich sehr ausgeglichen: Die Berliner verteidigten ebenso konsequent wie die Hausherren, die ihrerseits konnten aber aus den acht ihnen zugestandenen Freiwürfen nur einen verwandeln und mussten so ein 16:17 nach den ersten 12 Minuten hinnehmen. Dabei war zu sehen, dass Center Leonard Dertmann, in diesem Spiel einziger etatmäßiger Center, nach seiner langen Verletzungspause wieder deutlich aktiver agierte, vier Punkte erzielte und vier Rebounds angelte.
Auch im zweiten Viertel konnte sich keiner der Kontrahenten absetzen, eine Fünf-Punkte-Führung der Berliner wurde rasch wieder eingefangen. Die Münsteraner spielten jetzt, wie vom Coach gefordert, wieder als Team: Erik Niggemann verteidigte gewohnt engagiert, Konrad Langenbach zog mehrfach erfolgreich zum Korb und Leo Kirchhoff wurde seiner Rolle als Führungsspieler gerecht, riß auf dem Weg zum Korb und mit seinen Pässen Lücken in die Verteidigung, die seine Teamkollegen mit leichten Offensivrebounds und Punkten ausnutzen konnten. Dafür bezahlte er allerdings mit einer aufgeschlagenen Lippe. Daraufhin ließ sein Trikot eher auf einen Einsatz als Preisboxer schließen, als auf ein Basketballspiel.
So nebenbei streute Rune Reuter seinen zweiten und dritten erfolgreichen Dreier ein, aber für das letzte Highlight der Halbzeit sorgte Max Sonntag, der einen Buzzerbeater im Zurückfallen zum Halbzeitstand von 37:35 verwandelte, die höchste Führung für den UBC seit dem 2:0.
“Wir haben wieder nur mit einem Big gespielt, sind okay gestartet, aber waren ein wenig undiszipliniert und bei einigen Finishes unkonzentriert”, fehlten Coach Andrej König ein wenig die Worte: “Nur weil wir letzte Woche hoch gewonnen haben, heißt das nicht, dass wir ein Spiel auf die leichte Schulter nehmen können.”
Im dritten Viertel war es dann Erik Niggemann, der mit drei erfolgreichen Dreiern hintereinander seinem Team half, sich zum Stand von 57:48 nach drei Vierteln abzusetzen.
Doch die Träumer aus Berlin dachten gar nicht daran aufzugeben. Immer wieder zogen sie zum Korb, versenkten den Ball dort oder kamen an die Freiwurflinie, wo sie neun von 12 Freiwürfen alleine in diesem Viertel verwandelten. Derweil verhielt Münster sich passiver und traf nur einen von vier Würfen von der Linie.
Auf 59:52 kamen die Gäste wieder heran. Leo Kirchhoff stemmte sich dagegen, war weiterhin sehr aktiv, hatte aber kontinuierlich mit dem sehr physischen Spiel zu kämpfen, das aus UBC-Sicht zu selten durch Foul-Pfiffe zugunsten der Münsteraner unterbrochen wurde.
Fünf Minuten vor dem Ende stellte er mit einem akrobatischen Wurf von der Dreierlinie noch auf 67:56, doch danach lief nicht mehr viel für die Gastgeber, während die Berliner immer wieder am Korb punkteten. Über ein 70:63 43 Sekunden vor Schluß schoben sie sich schließlich durch zwei Freiwürfe auf 70:67 heran.
Wieder war es Leo Kirchhoff, der im Vorfeld den Ball erhielt und sofort gedoppelt wurde. Er spielte auf den links stehenden Rune Reuter, der noch ein Dribbling nach links machte und den Ball vor dem heranstürmenden Jesper Aido in die Luft brachte.
Ein banger Moment, dann der überbordende Jubel in der Halle: Dagger Three 28 Sekunden vor Schluß zum 73:67! Rune Reuter hatte seinen vierten von vier Dreierversuchen in der Reuse versenkt. Die Berliner konnten noch mit zwei weiteren Freiwürfen auf 73:69 verkürzen, aber das Spiel war zugunsten des UBC entschieden.
“Leo hat ungefähr ein Viertel mit seiner aufgeplatzten Lippe verpaßt, das hat ihm und uns weh getan. Er, Rune und Leonard haben ein gutes Spiel geliefert und Erik hat heute, glaube ich, sein bestes NBBL-Spiel gehabt”, resümmierte König.
Für die letzten beiden Spieltage stehen jetzt noch sehr schwere Spiele an: Während der UBC im Kampf um den begehrten 3. Tabellenplatz in Paderborn und gegen Geheimfavorit Rasta Vechta spielen muss, treten beide Gegner “nur noch” gegen die tabellenvorletzten Rostock Seawolves an, von denen in dieser Saisonphase keine Schützenhilfe zu erwarten sein dürfte.
Fun Fact: Das Team war am erfolgreichsten, wenn Flügelspieler Konrad Langenbach (Bild rechts) auf dem Feld stand. Er verzeichnete einen Plus-Minus-Wert von +18.
Im kommenden Spiel geht es um den Heimvorteil in den Playoffs: Am Sonntag, den 08.02. treten die UBC’ler um 16 Uhr in der Sporthalle des Reismann-Gymnasiums zum vorletzten Hauptrundenspiel an. Bis dahin hat das Team Zeit, sich auf die starke Reboundpräsenz von Nationalmannschaftscenter Leonard Kröger einzustellen und zu überlegen, wie sie die Kreise seines Natio-Teamkollegen Tom Brüggemann einengen können.
UBC: Glusa (5 Punkte), Kirchhoff (11, 7 Rebounds, 6 Assists), Niggemann (13), Sonntag (2), Stepper, Langenbauch (7, 6 Rebounds), Reuter R. (16), Ritter (5, 5 Rebounds), Almering (2), Dertmann (8, 7 Rebounds), Witt (4)
Berlin Dreams: Fakhro (9 Punkte, 5 Rebounds), Classen (12, 7 Rebounds, 8 Assists), Behnke (2), Doerwald, Weber (3), Lück (2), Karabacak (4), Gokdeniz, Aido (12, 7 Rebounds), Bock (13, 7 Rebounds), Willems (12, 12 Rebounds)
Photos: Peter Obstfeld
Das Spiel ist auf Sporteurope.tv im Re-Live zu sehen:
https://sporteurope.tv/ubc-muenster-jbbl/nbbl-vs-berlin-dreams







