(lh) Nach einer Niederlage in Spiel 1 der Playoffs kam es am Freitag zu einem souveränen Auswärtssieg für Münsters JBBL in Berlin-Bernau. Durch eine starke Defensivleistung gewann man deutlich mit 80:57. Am Sonntag stand dann das alles entscheidende Spiel 3 an und dieses konnte der UBC trotz schwieriger Umstände und hoher Belastung in den letzten Tagen relativ deutlich für sich entscheiden.
Da der Gegner im Stau stand, konnte das Spiel am Sonntagnachmittag erst gute 45 Minuten nach ursprünglichem Beginn starten. Eine schwierige Situation für beide Teams. Das machte sich auch im ersten Viertel bemerkbar, in welchem bei 19:14 beide Teams noch nicht ihre offensive Bestleistung zeigen konnten. Das änderte sich vor allem für die Münsteraner in Viertel 2: immer wieder zwang man den Gegner zu Turnovern (18 Steals) und konnte durch starke Drives zu Punkten (auch vermehrt von der Freiwurflinie) kommen. Allgemein war der Dreier für beide Teams kaum ein Faktor (Münster 2/16 Bernau 3/22), sondern das Spiel wurde auch von vielen Fouls bestimmt (beide Teams warfen 38 Freiwürfe).
Zur Halbzeit hatte sich der UBC mit 50:35 eine komfortable Führung erspielt. Auch wenn Bernau im 3. Viertel noch einmal einen kleinen Run startete und noch nicht aufgab, blieb Münster konzentriert und konnte das Spiel über ihre gute Defensive kontrollieren und am Ende mit 94:76 gewinnen.
“Ich bin erstmal natürlich sehr glücklich, dass wir die Serie gedreht haben, das war keineswegs selbstverständlich. Unter der Woche haben alle Jungs noch JTFO gespielt, Freitag in Berlin, Samstag zurückgekommen und abends noch trainiert und Sonntag gespielt. In Anbetracht dessen ist eine Leistung bei einem Spiel, wo wir von der ersten bis zur letzten Minute führen wirklich gut. Wir haben viel Nervenstärke bewiesen und dem Druck standgehalten. Freitag haben wir eine tolle Defensivleistung gezeigt, heute war es vor allem im 2. Viertel offensiv gut. Ich bin froh, dass wir uns defensiv gesteigert haben und schneller nach vorne gespielt haben. Wir freuen uns jetzt auf Hamburg, das wird eine große Herausforderung gegen ein Team, was wir kennen. Unter den besten 16 Teams zu stehen ist aber schonmal ein riesengroßer Erfolg”, lobte Headcoach Philipp Kappenstein.
Für sein Team geht es bereits am kommenden Sonntag gegen Hamburg weiter, wo sie vor heimischem Publikum die 2. Runde eröffnen werden.